Crowdfinanzierungen

Man hört es hier und da die „Crowdfinanzierungen“, aber was ist eine Crowdfinanzierung überhaupt. Bei einer Crowdfinanzierung wird ein Projekt z.B. ein technisches Startup Unternehmen durch die finanziellen Mitteln der Crowd (also einer Menge an Leute) finanziert. D.h. würde ich nun z.B. an der Entwicklung einer neuen Batterie arbeiten und für das Umsetzen meines Businessplans bzw. Gesamtkonzepts eine Million € brauchen, dann würde ich das natürlich nicht aufbringen können. Ausserdem wäre mir das Risiko mit meinem Privatvermögen einzusteigen einfach zu hoch.

Hier ist die Crowdfinanzierung ideal. Hier schließen sich dann z.B. 1000 Menschen zusammen und jeder zahlt 1.000€ in einen Topf ein. So schnell hätten wir die eine Million zusammen. Die Crowd macht das aber nicht umsonst und will natürlich auch eine Gegenleistung für das investierte Geld haben. Das lässt sich nun ganz einfach erklären. Entweder bekommen die Finanzierer eines Projekts als Gegenleistung z.B. ein Produkt, welches bei diesem Projekt entstanden ist, an erster Stelle zugeschickt oder die Crowd erwartet sich eine gewisse Rendite, falls einmal das Startup an eine größere Firma oder einen Konkurrenten verkauft werden sollte. Da werden dann die Menschen die das Startup am Anfang mitfinanziert haben mit einer positiven Rendite ausbezahlt.

Ein Unternehmer hat durch diese Variante jetzt ein viel geringeres Risiko und die Crowd bekommt die Möglichkeit bei einem sehr tollen „hoffentlich“ sehr gewinnträchtigen Unternehmen einzusteigen. Früher hätte in diesem Fall der Unternehmer das volle Risiko getragen und nur die Banken hätten mitgeschnitten bei diesem Prozess. Die Bank hätte in so einem Fall nie verloren, außer bei einem Vollausfall, aber Banken sehen sich schon sehr genau an wer einen Kredit bekommt und wer nicht (außer in der Krise bei Konsumkrediten).

Somit kommen zu uns auch endlich amerikanische Systeme, die in diesem Fall wirklich sehr belebend für die Wirtschaft sein können. In Amerika sitzt nämlich Risikokapital viel leichter wie bei uns und auch viele Fonds investieren Geld in Startup. Daher kommen auch sehr viele innovative Firmen aus Amerika. Zusätzlich bedeutet scheitern in Amerika nicht wirklich viel. Das ist in Europa anders, wer hier einmal scheitert hat sehr oft für den Rest des Lebens verloren. Ich finde es also sehr gut, obwohl ich kein Amerika-Fan in allen Dingen bin. Eine Sozialversicherung für jeden ist für mich nämlich auch sehr wichtig. Also von allem das Bester wär natürlich das Beste.